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Nixie- und Doppelpunkt-Modul

Nixie-Modul

Den größten Raum in der Uhr werden sicherlich die Nixie-Röhren und ihre Grundplatinen einnehmen. Wie bereits dargelegt, sollten diese modular gestaltet werden. Mit 10 Ziffern und zwei LED-Farben (warmweiß und blau) ergibt sich, dass jede Nixie 2 8-Bit Shiftregister von Typ HCF4094 von ST benötigt. Als Schalttransistor habe ich den BSS131 von Infineon ausgewählt. Um die aneinandergesteckten Boards nicht ganz so instabil werden zu lassen, habe ich je zwei Nixies auf eine Platine gesetzt, mit der Option, die Platine mittig zu trennen und als Einzelmodule zu verwenden. Insbesondere war es mir wichtig, in der Breite so viel Platz wie möglich zu sparen, da die meisten anderen Nixieuhr-Designs immer sehr Breit sind und ich mir einen eher schlanken Sockel gewünscht hätte. Die entstandenen Nixie-Module funktionierten auf Anhieb, wie ein kurzer Test mit Nixie-HV und einem ATMega168-Controller offenbarte.

Bestücktes Nixie-Modul.
Erster Test des Zusammenspiels von Nixie-HV mit den Nixie-Modulen.

Doppelpunkt-Modul

Um das Ablesen der Zeit zu erleichtern soll alle zwei Ziffern ein Doppelpunkt eingefügt werden. Dafür ist ein weiteres Modul nötig, dass die selbe Beleuchtung wie die Nixies selbst aufweist und im Daisy-Chaining der HCF4094 der Nixie-Module eingereiht werden kann. Der Doppelpunkt wird durch zwei Glimmlämpchen gestellt, die in einem Reagenzglas aufgereiht sind. Dieter Wächter hat diese Konstruktion CT-IN-18 getauft und verkauft diese u.a. auf ebay.

Das Nixie-Doppelpunkt-Modul, unbestückt.

Nach bestücken des Doppelpunkt-Boards zeigte sich, dass die von mir ausgewählten, warmweißen 3mm-LEDs nicht zu den 1206-LEDs unter den Nixies passten. Da mir von den Nixie-LEDs auch kein Datenblatt vorlag und ich nicht anfangen wollte, blind warmweiße LEDs zu kaufen und durchzuprobieren, entschied ich mich für eine improvisierte Lösung. Zunächst habe ich Beinchen an die 1206-LED gelötet. Dann habe ich eine 3mm-LED in Wachs abgegegossen und die Beinchen-LED mit transparentem Epoxidharz in der Form vergossen. Das Ergebnis sieht erstaunlich hässlich aus, bietet jedoch einen brauchbaren Lichtkegel.

Eine improvisierte 3mm-LED

Mit den so hergestellten LEDs konnte ich das Doppelpunkt-Board fertig bestücken.

Das fertige Doppelpunkt-Modul.